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Erneuter sozialphilosophischer ‚Anfall‘

Manu Forster posted to Sämtliche Software soll in Deutschland opensource sein

[Das ist ein erneuter sozialphilosophischer ‚Anfall‘ von mir… mit einigen Reaktionen dazu bereits… -> facebook :::https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=243254875704966&id=240492129314574 ]

Die Idee, dass wir überhaupt für irgend etwas bezahlen müssen oder bezahlt werden müssen, ist im Grunde nur an eine makabere, vom wesentlichen Sinn des Lebens entfremdete Form der Sozialisierung gebunden. [Im Hinblick auf das Konzept der „Autopoiesis“ (als prinzipielle Definition von „Leben“) kann man durchaus von einem wesentlichen „Sinn des Lebens“ sprechen, finde ich!] 
Das grundlegende Paradigma der Marktwirtschaft ist tragischer Irrsinn.
Prinzipiell scheitert die Marktwirtschaft (als Soziales System) daran, dass Potentiale und Ressourcen in erster Linie nicht nach Notwendigkeit und optimalem Nutzen verteilt werden, sondern in der Regel gemäss wirtschaftlicher Macht, die sich im Vermögen abbildet, welches der zahlungsfähige/ zahlungswillige Kunde/ Käufer/ Auftraggeber/ Investor oder Spender zu einem gegebenen Zweck bereit hält. Wir orientieren uns nicht unbedingt an Sinn/ Zweck und Vernunftgründen, sondern am Kapital und den darin legitimierten für uns unabdingbaren Sicherheiten. Erst weit hinter den wirtschaftlichen Erwägungen können wir eventuell auch essenzielle Bedürfnisse und Zweckmässigkeiten in Betracht ziehen. ]
Alles (wirklich Alles, was wir erfinden und erzeugen können!) könnte im Rahmen solidarisch vernetzter Kreise von Dienstleistern und Produzenten offen und frei verfügbar sein, wenn wir uns nur für eine vernünftigere Form der sozialen Integration und Interaktion entscheiden könnten.
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Manu Forster – Wieso ein restriktives Belohnungs-/ Bestrafungs-System, wenn wir ein System für die [Bedürfniserfüllung] und die solidarische Bewältigung effektiver sozialer Notwendigkeiten einrichten könnten..?

Alles könnte kostenlos sein, wenn wir das wollen.
Das Prinzip unserer Sozialisierung beruht auf Konventionen.
Konventionen kann man in Frage stellen und ändern.
Ich werfe diese (wohl überlegte) These hier ein, weil ich feststellen muss, dass die meisten Teilnehmer an dieser Gruppe die eigentliche Idee hinter dem Phänomen OpenSource nicht verstanden zu haben scheinen.
Unsere Köpfe sind (leider bereits seit Menschen Gedenken) vernagelt mit dem irreführenden Paradigma der direkten Kompensation von Leistung durch (möglichst) unmittelbare Gegenleistung.

Im Grunde ist dieses Paradigma recht klar und einfach formuliert:

Unsere Gesellschaft fragt nicht:

„Was brauchst Du?“

Sie fragt in erster Linie:

„Was verdienst Du?“ [Im weitesten Sinne: „verdienen“; positiv/negativ – Lohn/Strafe]

Dieser Gedanke ist die Mutter unseres marktwirtschaftlichen Systems der gegenseitigen Konkurrenz in Lohnarbeit/ wir verschulden uns, um ein Medium der Kompensation vor Leistung (Kredit) wegbar zu machen und daher haben wir auch unser stigmatisierendes [Sozialsystem], unser bürokratisches Versicherungswesen und unser [kontraproduktives, restriktives] Straf(vollzugs)system…

In unserer [aktuellen Form der] Gesellschaft gilt die Regel:

„Jeder bekommt in erster Linie, was er (den sozialen Konventionen entsprechend) verdient (im positiven wie im negativen Sinne)… erst über komplizierte (bürokratische) Umwege wird uns im Zweifelsfall zugestanden, was wir (zwangsläufig) brauchen und benötigen!“

Wir geben Leistung (oder vermitteln Waren) erst gegen eine, unseren Vorstellungen entsprechende Gegenleistung.
Das ist der grundlegende Baustein des Fundamentes unserer sozialen Integration und Interaktion.

Wenn wir ‚handeln‘ und für einen Teilnehmer an unserem sozialen Horizont in Aktion treten sollen, verlangen wir von diesem in der Regel eine direkte Kompensation unserer Leistung.

– Warum eigentlich?

Diese Frage ist auch leicht beantwortet:

Es herrscht ein allgemeines Klima des gegenseitigen Wettstreits, der ‚Konkurrenz‘ und eine allgemeine Angst von Anderen betrogen und übervorteilt zu werden.

Um es kurz zu fassen:
Wenn wir uns dafür entscheiden, das Schema unserer sozialen Integration und Sozialisation von der Furcht vor existentieller Not zu lösen, dann könnten wir sinnvollere Fragen stellen und unser Denken und ‚Handeln‘ daran orientieren, was wir wirklich für notwendig und sinnvoll erachten.

Was ist – abgesehen von marktwirtschaftlichen Erwägungen(!) – sinnvoll und nützlich daran, Informationen/ Medien und Erfindungen vor dem Zugriff anderer Teilnehmer unserer gesellschaftlichen Horizonte zu ’schützen‘?

Copyright/ Kopierschutz(!) und Patente sind eine groteske Farce, die uns im gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Austausch und Fortschritt massiv behindern und blockieren!

Wenn wir nur einfach ‚umschalten‘ könnten auf ein Paradigma, das vor allem darauf abzielt, die Erfüllung der Bedürfnisse und Wünsche sämtlicher Teilnehmer unseres gesellschaftlichen Netzwerkes im Rahmen unserer Potentiale und Ressourcen unserer sozialen Horizonte zu decken und zu erfüllen, dann könnten wir Kreise der solidarischen Produktion und Dienstleistung schließen, in denen Produkte frei von Geldzahlung verfügbar gemacht werden können.

Die notwendigen Infrastrukturen für die Implementation dieser Idee stehen uns im Internet eigentlich bereits zu Verfügung…

Wir können das Phänomen social web zu einer Plattform effektiver, praktischer sozialer Integration formen, in der wir im Grunde jegliche Produktion und Dienstleistung von der Frage nach Bezahlbarkeit (Geld und Kredit) lösen können.

Was meinst Du dazu?
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E.D – Ich wünsche mir, den Schalter schnellstmöglichst bedienen zu dürfen, denn ich stelle schon eine zeitlang aufgrund meiner Wahrnehmung meine Verhaltensweise um. Mein Einkommen hat sich dadurch um 100 % reduziert und meine Haushaltsausgaben konnte ich leider erst um 50 % reduzieren. Wie lange ich das durchhalte, hängt von der Mehrheit ab, die endlich versteht, dass Geld eine Ware ist und ein Herstellungs- und Fauldatum benötigt. Jährlich 6 % Anpassung auf Güter ist in unserem System normal und ist sehr einfach und friedlich auch auf die Ware Geld anwendbar. So wird sich schnell das Gleichgewicht weltweit herstellen lassen. Das Wachstum in 40 Jahren weltweit wird mit 400 % Gütermenge und mit 4000 % Geldmenge beziffert.
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Manu Forster – Ist das „Schwundgeld“, von dem Du sprichst?!
http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld ]

… Die Idee ist an sich in gewisser Weise sogar brilliant, wenn man im Rahmen Geldsystem denkt. Aber ich denke, dass es den Punkt fatal verfehlt. Geld ist eben weder Produkt noch Ware…
Wenn es eine Ware wäre, dann wäre der Ansatz richtig.

Geld ist doch aber viel eher vom Wesen her ein Medium der Vermittlung von Ansprüchen im Rahmen der sozialen Vernetzung, die grundlegend durch die Akzeptanz der Währung definiert ist.

Der wesentliche Charakter einer „Ware“ wäre doch die natürliche Verwendbarkeit (Geld?) und ein natürlicher Wertverfall…

Ich denke wir sollten grundlegend auch dazu tendieren, Reglements zu simplifizieren, indem wir Dinge, Ideen, Leistungen und Aktionen eher als das Betrachten und dokumentieren, was sie sind.

Nicht alles Mögliche in Kosten und Preise umrechnen!

… das sind eh nur Konventionen. (oft viel zu subjektiv und abhängig von Befindlichkeiten!)

Ich glaube der Versuch der Abstraktion der Werte und Leistungen im (Medium) Geld ist ein fataler Fehler… Wir verzerren damit nicht zuletzt auch unsere Zielsetzungen.

Wir benötigen im Grunde nicht unbedingt ein Medium, in dem wir Äpfel und Birnen oder Autos und Waffen vergleichbar machen können, sondern nur ein Medium, das unsere effektiven Leistungen angesichts unseres gesellschaftlichen Umfeldes dokumentiert und in dem wir vor allem Potentiale und Ressourcen, den Wünschen und Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechend erfassen und ihrem optimalen Zweck zukommen lassen können.

Die medialen Kapazitäten der Informationsvernetzung im Internet erübrigen quasi ein Medium der eindimensionalen Virtualisierung, und damit einhergehenden Wertverzerrung.

Wir können uns in diesem Medium besser und differenzierter artikulieren, als über Geld (+/- … Haben/ Nicht haben.)
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N.W. – Das ist ein völlig falscher Gedankenansatz. Eine Software-Entwicklung ist geistiges Eigentum wie die Komposition einer Sinfonie , das Schreiben eines Buches oder die Erfindung eines technischen Gegenstandes . Insofern steht dem Urheber auch Geld für die Nutzung seines geistigen Eigentums zu. Daß immer alle Entwicklungen gleich kostenfrei allen gehören sollen , ist die alte sozialistische Soße und gleichzeitig abzulehnen.
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Manu Forster – N., Du scheinst nicht wirklich verstanden zu haben, was ich geschrieben habe… Ich habe mir Mühe gegeben, es übersichtlich zu formulieren, aber scheinbar nicht genug.

Dann hole ich für Dich und Alle, die es vielleicht genauso tragisch missverstanden haben noch einmal aus…🙂

Begriffe wie „geistiges Eigentum“, „Patent“ und „Urheberrecht“ sind im Grunde nur im Status Quo von Belang, da wir in unserer Gesellschaft per Konvention vereinbart haben, dass wir nur gegen Vorleistung und Bezahlung versorgt werden und füreinander in Aktion treten.

OpenSource, Spenden, Sozialhilfe, Charity und Ehrenamt sind immer ein gewisser Bruch mit dem System der Marktwirtschaft. Aber ohne Spendenbereitschaft, Sozialwesen und Ehrenamt würde unsere Gesellschaft noch weniger funktionieren als sie es jetzt schon tut.

Wenn also jeder sich strikt an das Paradigma der Marktwirtschaft halten würde, würden noch mehr Menschen obdachlos und ungebildet bleiben und noch mehr Kinder verhungern…

Wir sehen also, dass wir uns in einem faktisch unhaltbaren Paradigma der Sozialisierung bewegen.

Marktwirtschaft ist eine groteske Absurdität, die die Gesellschaft im Grunde stark schwächt und behindert.

Ich sage nicht, dass man einem Programmierer eine Belohnung für seine Arbeit verweigern sollte.

Wir sind aber Alle nur insofern an eine Geldforderung oder eine Vermarktung unserer Ideen gebunden, da unsere eigene Versorgung, Wunsch- und Bedürniserfüllung im Rahmen der marktwirtschaftlichen Sozialisierung eben keine Grundvoraussetzung ist: Wir müssen Arbeit im Voraus leisten, die genügend gut bezahlt wird, damit wir die Leistung Anderer durch Zahlung „legitim“ einfordern können, die wiederum Geld verlangen müssen, um nicht zu ‚verhungern‘.

Bei allem, was wir tun müssen wir also zuerst fragen:
„Wer bezahlt uns dafür?“

Erst, wenn unsere grundlegende Versorgung zumindest gesichert ist, dann können wir Dinge und Ideen frei weitergeben oder für Leute in Aktion treten, die unsere Hilfe vielleicht von vornherein viel nötiger gehabt hätten, als der, der uns bezahlen kann.

– Also, was sagt uns das? –

Wenn wir ein System der sozialen Integration [und Interaktion] implementieren, in dem wir eine gewisse Form der bedingungslosen ([, ]gegenseitig verbindlichen) Grundversorgung als Voraussetzung einrichten, dann können wir zumindest [im Rahmen der darin gegebenen fundamentalen Sicherheit vor dem sozialen Abstieg] frei [und vernünftig!] entscheiden, für wen wir in Aktion treten wollen.

Dann steht uns nicht mehr die Frage im Weg, ob derjenige, der unsere Hilfe (oder unsere Ideen) braucht uns auch adäquat bezahlen kann.

Eine solidarisch gewährleistete Grundversorgung ist also ein erster Schritt zur Durchsetzung dieser guten Idee freier Ideen!🙂

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Ich werde den Beitrag bei weiteren Reaktionen und Kommentaren auch aktualisieren…

Am Besten einfach dem Thread in der Gruppe folgen!
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https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=243254875704966&id=240492129314574

Die Verteilung von Ressourcen in einer frei vernetzen Zugangsgesellschaft

Das hier ist wieder einmal eine Diskussion, die in meinem *social network* aufgekommen ist.
// Auf der Facebook Wand eines Freundes… inhaltlich fand ich die Frage schon ziemlich wichtig und interessant…
Wenn es weitere Stellungnahmen dazu gibt, will ich sie hier und im Originalbeitrag entsprechend ergänzen.
[A.]
Ich hatte gestern eine Diskussion mit meinem Bruder bezüglich eines neuen Systems, sollte das Monetäre System scheitern und man neue Wege einschlagen möchte. Dabei hat sich eine Frage aufgetan:
Wenn nun die Gemeinschaft versucht anstatt gegeneinander zu arbeiten (Wettbewerb) zusammen versucht Technologien zu entwickeln (Zusammenlegung von Kompetenzen in der Maschinenbaukonstruktion beispielsweise), hat das nicht zur Folge, dass Monopole geschaffen werden, welche nun wiederum zur Folge haben, dass man als Monopolist für ein bestimmtes Produkt im Tauschhandel nun wieder so viele [Ressourcen] verlangen kann, dass eine ungerechte Aufteilung erfolgt?
Und wenn man zum Tausch nicht über die nötigen [Ressourcen] oder Arbeitskraft verfügt wieder der Blöde ist?
[Ressourceninhaber] gegen die, welche die [Ressourcen] benötigen.
Beispielsweise bei der Stahlproduktion.
Brauchen wir nicht den Wettbewerb um so etwas entgegenzuwirken?


Ich hab‘ mir über ähnliche Probleme auch schon Gedanken gemacht.

Ein ähnliches Problem, was im Bezug auf die Verteilung von Ressourcen diskutiert wird ist die „Tragik der Allmende“ ::: http://de.wikipedia.org/wiki/Tragik_der_Allmende

„Allmendeproblematik bezeichnet ein sozialwissenschaftliches Modell, nach dem frei verfügbare, aber begrenzte Ressourcen nicht effizient genutzt werden und durch Übernutzung bedroht sind.“
Oft wird das als Argument verwendet, um behaupten zu können, dass ALLES privatisiert werden soll.

Es ist aber im Grunde nur ein Problem, weil wir in unserem Denken noch immer so krass und tief verwurzelt sind, in den Mechanismen einer marktwirtschaftlich orientierten/ arrangierten und organisierten Gesellschaft.

Nur in einem monetären System würde man auf die Idee kommen Dinge zu produzieren, die man weder braucht noch haben will…

In einer geldfreien Zugangsgesellschaft existiert das „Gier-Problem“/ das Problem der Ausbeutung im Grunde gar nicht, weil es keinen abnehmenden Markt gibt, für den Ressourcen „monopolisiert & ausgebeutet“ werden könnten.

Nur im Rahmen einer *Geschäftsidee* ist eine Überproduktion von Produkten und eine damit Zusammenhängende Beschlagnahme von Ressourcen überhaupt denkbar… Wenn kein Geld zu machen ist, wäre jede Produktion, die über eine praktische Notwendigkeit hinaus geht *absurd*. Außerdem gibt es dann keinen Chef mehr, der Leute verdonnern kann Unsinn zu machen. Machtstrukturen entstehen im Grunde ausschließlich durch wirtschaftliche Macht, die sich in Geld / im Vermögen abbildet. Wenn es die Möglichkeit der Akkumulation – wie heute – nicht mehr gibt, dann agieren und reagieren die Menschen anders… Dann arrangieren sich auch Arbeitskräfte quasi basisdemokratisch – der Vernunft und Überzeugung nach.

Was bedeutet: Alle diejenigen, die an der Produktion der Sache beteiligt sind, würden es (früher oder später) merken., dass sie Arbeitskraft und Ressourcen/ Rohstoffe verschwenden, die vielleicht für eine andere Leistung oder Sache viel notwendiger gebraucht würden. – Dann entstünde selbstverständlich eine öffentliche Debatte/ Diskussion und Abstimmung im Rahmen ihrer sozialen Netzwerke, in denen die Herstellung der Sache und die Verteilung der dafür benötigten Ressourcen und Arbeitskräfte organisiert wird…
Es wird bestimmt auch Kontroversen im Hinblick auf die Nutzung von Ressourcen geben, aber an sich wird kein Druckmittel wie Geld unsere Entscheidung beeinträchtigen… Auch das „Arbeitsplatz-Argument“ fällt weg, wenn eine Grundversorgung nicht mehr an Vorleistung in Lohnarbeit gebunden ist.

Anders als in einer marktwirtschaftlich integrierten und arrangierten Welt, können sich Arbeitskräfte in einer frei vernetzten Zugangsgesellschaft ganz einfach einer Sache entziehen, die sie für unsinnig befinden… Dann macht man etwas anderes… man schließt sich einem Projekt an, das man für sinnvoller erachtet.

Es gibt also das „Monopol“ in dem Sinne gar nicht…
Niemand würde auf die Idee kommen Dinge zu tun, die offensichtlich schädlich und absurd sind.

Zur Ausbeutung von Arbeitskraft, Leistung und Ressourcen wird es in einer geld-freien Zugangsgesellschaft weder einen psychologischen Hebel geben (->“Geld“) noch wird für Unsinn und Raubbau ein genügend breiter politischer/ sozialer Konsens geschaffen werden, wenn man Integration und Interaktion nicht anderweitig blockiert. -> Netzneutralität ist dabei ein wichtiges Stichwort… Ein freies, neutrales Medium ist Alles was wir brauchen, um unsere Welt (unsere unmittelbare Gesellschaft zumindest) gesund zu machen.!

I hope so!!

http://www.youtube.com/watch?v=R5l8iUNbLrI

… or else „that planet’s about to fall apart like a pig in a blender! :/“

Thursday, July 7, 2011 at 1:14am

Manu Forster ‎“Wettbewerb“ wird es grundlegend aber auch ohne Geld immer noch geben… allerdings nicht mehr die pervertierte Form davon (nicht mehr den „Wettbewerb“ auf „Märkten“)… Es wird dann eher ein „Wettbewerb der (besseren) Ideen“ entstehen…

Es wird darum gehen, eine Idee, die man für gut befindet interessant und konsensfähig genug zu (re)präsentieren, um Netzwerke mit den Ressourcen und der Arbeitskraft zu erschließen, die jeweils für die Durchführung und Realisation der Idee notwendig sind.

Der Wettbewerb von Individuen um Geld, Marktpositionen, Profit und Arbeitsplätze ist wirklich nur absurd & schädlich und führt unsere Gesellschaft in die gegenseitige Ausbeutung/ Übervorteilung.

Es handelt sich letztendlich recht offensichtlich bei der aktuellen Form der „freien/ sozialen Marktwirtschaft“ um ein System der multilateralen Prostitution, Übervorteilung und *****kriecherei – nicht wirklich um ein System, in dem ein gesunder „Wettbewerb“ gefördert und gefordert wird…

// Entschuldigt, dass ich mich in diese Frage einfach so einmische… Franz und Andere haben bestimmt auch etwas dazu zu sagen…

… nehmt meine Antwort einfach als weitere Diskussionsgrundlage auf!

😉

Thursday, July 7, 2011 at 1:34am


Manu Forster>> „[Ressourceninhaber] gegen die, welche die [Ressourcen] benötigen.“ <<

Weil das der Schlüsselsatz Deiner Ausführungenzu sein scheint, wollte ich jetzt noch einmal speziell darauf Stellung nehmen… Es erscheint von unserer Warte aus wirklich problematisch, dass Leute als Eigentümer Anspruch auf Ressourcen erheben.Ich denke auch, dass man Niemanden mit Gewalt enteignen sollte, um eine Ressource zugänglich zu machen. Besitzrecht/ Eigentumsrecht ist ein ganz wesentliches Element der Selbstbestimmung… das kann und sollte natürlich in einer freiheitlich sozialisierten Gesellschaft nicht einfach abgeschafft werden. (Auch wenn die Verteilung absolut nicht gerecht ist, aktuell auf der Welt.)Aber überlege einfach, wie sich Ansprüche rechtfertigen lassen, in einer Gesellschaft, in der die Legitimation von Ansprüchen nicht mehr über Zahlung von Geld auf Märkten stattfindet:Jeder der etwas haben möchte, würde sich nach Möglichkeit in ein Netzwerk integrieren (lassen), das zur Erbringung der jeweiligen Sache oder Leistung arrangiert ist. Wenn genug von dem verfügbar ist, was man haben möchte, bekommt man es durch Kontakte, die über die Verteilung verfügen können, weil sie an der Produktion der Sache unmittelbar oder indirekt/ in mehr oder weniger maßgeblicher Weise beteiligt sind…Wenn es nicht genug davon gibt, beteiligt man sich durch seine Arbeitskraft oder indem man im eigenen Netzwerk Ressourcen erschließt, damit die Produktion der gefragten Sache oder Leistung der Nachfrage entsprechend angetrieben wird.So werden Ansprüche und Ressourcen ohne Geldzahlungen verteilt.

Durch freie Vernetzung und die Diskussion von Projekte und Ideen in der (im jeweiligen Netzwerk erschlossenen) Öffentlichkeit.

Wenn es nun jemanden geben sollte, der stur und beständig auf einer Ressource sitzt, die er für eine Verwendung vorgesehen hat, für die er keinen oder nur wenig Zuspruch erfährt, dann wird er wohl die Ressource auch alleine auch nicht sonderlich gut ausbeuten können.

Er wird allerdings wohl im Rahmen seiner sozialen Vernetzung ständig irgendwelche – besseren oder schlechteren – Vorschläge zur Nutzung der Ressource bekommen…

Da werden sich ganze Projekte „bewerben“, die komplett durchdacht, geplant und sozial akkreditiert sind… wenn ihm etwas davon zusagt, wird er irgendwann wohl Zustimmen, die Ressource so nutzbar zu machen, dass die Gesellschaft weitgehend mehr Nutzen als Schaden davon trägt…

Wenn nicht, dann wird die Ressource höchstens so lange blockiert und unzugänglich bleiben, bis ein Erbe der Ressource sich der Durchführung einer einer konsensfähigen Idee „erbarmt“…

Letzten Endes denke ich, dass beispielsweise (Groß-)Grundbesitz sich auch schon deshalb grundlegend als Last erweisen wird, weil ja im Grunde kaum mehr viel wirtschaftliche Macht (und kein Profit) mehr daraus zu erzielen ist. Trotzdem müsste sich jemand mit legitimer Verfügungsgewalt über Ländereien, Minen oder Quellen ständig dem Druck der Öffentlichkeit und der Verantwortung der optimalen Nutzung stellen… Deshalb alleine, wird Besitz wohl irgendwann ad Absurdum geführt… Jeder Besitz kommt im Grunde mit einer Verantwortung. Diese Verantwortung wird um so Größer, je stärker sich das soziale Umfeld offen und frei vernetzen und kommunizieren kann. Wenn man für alles, was man beansprucht und besetzt und haben möchte vor seinem gesellschaftlichen Horizont geradestehen muss und Meinungen/ Entscheidungen nicht mehr mit Geld manipuliert werden können, dann gibt es keinen Sinn mehr im Bestreben, sich viel aneignen zu wollen.

Außerdem wird man selbstverständlich recht schnell an den Rand der Gesellschaft gedrängt, wenn man Ressourcen stur und eigensinnig blockiert. Man bekommt daraufhin nämlich weniger Zugang zu den Leistungen, Produkten und Ressourcen anderer…

Durch Starrsinn und Gier würde man sich in einer freiheitlich und aufrichtig vernetzten, solidarischen Zugangsgesellschaft ziemlich schnell und schmerzhaft selber ausgrenzen.

Die soziale Verantwortung vor der Öffentlichkeit ist ein sehr gutes Regulativ, das eigentlich völlig ohne den Druck einer Exekutive oder einer Gesetzgebung auskommen könnte. Der soziale Konsens würde das erfüllen, was der Staat im Grunde [immer versprochen, aber] nie erbracht hat…

// …

Marktwirtschaft – ein gescheitertes Experiment! … weitere sozialphilosophische Ausführungen

… ich bin mir bewusst, dass meine Ausführungen „vielen“ Leuten, die meine sozialphilosophischen Texte (hier und in anderen Diskussionen im Netz) lesen wohl ziemlich weltfremd und/oder „realitätsfern“ vorkommen. Angesichts all dessen, was ich im Laufe meines bisherigen Lebens erfahren und erleben durfte, habe ich jedoch entschieden den Schluss gezogen, dass *Marktwirtschaft* an sich, als Konzept und Prinzip einer Gesellschaftsordnung nicht (mehr) funktioniert.

Selbstverständlich steht ein Sinn hinter der Idee, ein *Medium* zu schaffen, in dem *Werte*  abstrahiert (virtualisiert bzw. quantisiert) werden können, um ein virtuelles (transzendentes?) Wertäquivalent zur gegenseitigen Kompensation von Leistungen und Waren zu schaffen, die jeweils völlig unterschiedlich und individuell bewertet werden und für einen direkten Tausch eben mehr oder weniger passend portioniert (oder portionierbar) sind.

Geld“ ist so gesehen auch eine interessante Idee gewesen – damals

Leider wurden aber wesentliche Fragen im Bezug auf dessen Bedeutung, Funktion und die Legitimation zu dessen Schöpfung im sozialen System bis heute noch nicht konsequent beantwortet.

Abgesehen von der unmittelbaren Funktion als „Zahlungsmittel“ zur Auslöse von Leistungen und Waren, sollten wir doch eigentlich alle in der Lage sein, klar zu abstrahieren, was „Geld“ eigentlich bedeutet.

Ist das so einfach?

Der oder die Eine oder Andere betrachtet es als „Werkzeug„.

Ist es das!?

Eben diese Auffassung halte ich für beinahe genau so irreführend, wie die Ansicht, man könne es als „Produkt“ (per se) betrachten und vermarkten.

Meiner Ansicht nach ist es genau das eben NICHT:

Geld kann/ darf weder „Werkzeug“ noch Ressource/Material oder gar Produkt sein…

Geld ist im Grunde genommen als Medium zur Vermittlung und Legitimation von *Ansprüchen* im gesellschaftlichen Horizont gedacht gewesen.

Insgesamt betrachtet, sollte die Geldmenge einer Volkswirtschaft doch die Leistungsfähigkeit und alle verfügbaren Potentiale und Werte im Rahmen der gesellschaftlichen Grenzen repräsentieren(, die durch die Akzeptanz der Währung definiert werden). Es ist also eine Metapher für Alles, was von einer geeinten Gesellschaft erbracht wird und erarbeitet werden kann. Die Summe aller Ansprüche, von denen jeder durch seine jeweiligen Leistungen und Verdienste, die er für die Gesellschaft und sein Umfeld einbringt, seinen adäquaten Anspruch auf Wohlstand erwirtschaften können sollte.

Nichts weiter sollte es sein.

Wenn man es „Werkzeug“ nennt, kann im Grunde nur die Funktion als „Hebelzur psychologischen Motivation gemeint sein…
Natürlich macht nicht Alles gerne selbst/ kann man nicht alles selbst machen… wenn man jemanden bezahlen kann, damit er oder sie unangenehme oder schwere Arbeiten  im Auftrag erfüllt, entlastet man sich selbst, während man dem Anderen die Aufgabe aufbürdet.

Somit ist es durchaus auch ein „Werkzeug im weitesten Sinne… Jedoch ist gerade das eine „Funktion“, die Wohlhabende dazu verführt, Bedürftige zu manipulieren…

Man macht viel Unsinn, wenn es genug Geld dafür gibt. – Wenn es für vernünftigere Dinge kein Geld gibt (oder zu wenig), dann unterlässt man leider zu oft konstruktive Tätigkeiten, im Hinblick auf die Notwendigkeit zum Selbsterhalt einen gewissen Profit zu erwirtschaften. 

Wenn wir uns die bereits mehrfach erwähnte *Realität* ansehen und unser Spektrum über unseren Tellerrand hinaus öffnen, erkennen wir ganz deutlich, dass wir von einer prinzipiell *egalitären* Gesellschaft oder zumindest einer „Gerechtigkeit“ im *meritokratischen* Sinne weit entfernt sind.

“ Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen *hungern*. Das ist etwa jeder siebente Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem *Todesfall alle 3 Sekunden* entspricht (Stand 2007).“

http://de.wikipedia.org/wiki/Welthunger


Und bitte erzählt mir jetzt nichts von „Überbevölkerung“ und der begrenzten „Tragfähigkeit der Erde“… Es ist so ein tragischer Irrtum zu glauben, die Menschen in der dritten Welt *müssten* hungern und verrecken, weil die Erde dort nicht genug hergibt (oder weil die Leute dort faul, ungebildet und desorganisiert sind?!)…

Die malthusianische Panik vor Knappheit durch „zu viel Menschen“ ist an sich jedenfalls komplett verfehlt.

Wen’s interessiert:

Mit offenen Karten (arte) :::


Wir werden tatsächlich *technisch* und logistisch immer effektiver!
Deshalb nimmt der Welthunger auch eher (allmählich) ab,  als dass er zunehmen würde, wie es bei Ressourcenknappheit durch Überbevölkerung zu erwarten wäre.

Wir sind effektiv genug, um mit einem Bruchteil an dem Aufwand, der für eine (annähernde) „Vollbeschäftigung“ notwendig wäre, alle unsere faktischen und relevanten Bedürfnisse zu decken.

Wir müssen (nur) eine Organisationsform finden, die eine gerechte Verteilung prinzipiell honoriert.

Unser System, in dem Jeder gegen Jeden um „knappe Arbeitsplätze“ und künstlich knapp gehaltene und blockierte Ressourcen zockt und streitet um am Ende ein möglichst dickes Stück vom Kuchen ab zu bekommen gibt uns prinzipiell einfach keine Incentives, um für gerechte Verteilung von Wohlstand zu sorgen… Das klappt so nicht.

Wir verschwenden im Status Quo so immens viel Potentiale und Ressourcen, dass es nur wehtut, wenn man sich das ansehen muss!

Global Food Losses and Food Waste (FAO) :::

http://www.fao.org/fileadmin/user_upload/ags/publications/GFL_web.pdf

>> 3.2 Extent of Food Losses and Waste

Roughly one-third of the edible parts of food produced for human consumption, gets lost or wasted globally, which is about 1.3 billion ton[s] per year“ <<

[de:] >> „Ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel wird verschwendet oder geht verloren – jährlich sind das etwa 1,3 Milliarden Tonnen. Das hat eine Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ergeben.“ <<

http://www.zeit.de/wissen/2011-05/lebensmittel-fao-verschwendung

– Wir leben in einer Welt, in der wir eigentlich in der Lage wären uns alle grundlegenden Versorgungsansprüche gegenseitig zu gewährleisten.

– Wir verschwenden auf fatale Weise unsere Produkte, Potentiale und Ressourcen…

Wir bekommen das Verteilungs-PROBLEM in unserem System NICHT gebacken! Das ist es eben.

Und ich wage zu behaupten, dass ein wesentlicher Faktor für die Aufrechterhaltung der Missverhältnisse tatsächlich das Geldsystem und die Verteilung und Legitimation von gesellschaftlichen Ansprüchen in Geldtiteln und Geldwährungen ist:

Wir haben ein System, in dem die Akkumulation von virtuellen Werten, abstrahierten und quantisierten Werteinheiten einen unablässigen Zugewinn an Macht und sozialem Einfluss erlauben, der über einen gewissen Sättigungsgrad hinaus im Grunde keine natürliche Rechtfertigung mehr zulässt.

Ein Löwe würde nicht auf die Idee kommen mehr Antilopen, Büffel oder Gnus zu jagen, als er selbst und sein Rudel verspeisen kann…

Auch wenn ein gewisser Vorrat nicht schaden kann…

Ein stetig akkumulierter Haufen totes Fleisch würde nur faulen. !

Wir haben den „Raubtieren“ in unserer Marktwirtschaft aber (leider!) die Möglichkeit geschaffen, weit über ihren eigenen Hunger und den ihrer Meute hinaus zu jagen und „Beute“ (virtuell) zu akkumulieren.

Nicht nur das…

Die Beute selbst wird auf den erschlossenen Märkten („Steppen“) zur „Jagdwaffe“ (und zum „Werkzeug“).

Ein Löwe, der erfolgreich genug jagt erhebt dann zusätzlich noch Anspruch auf immer grössere Territorien… Grundbesitz entsteht!

Andere Jäger werden nur auf den Jagdgründen geduldet, wenn sie einen beachtlichen Teil ihrer Beute für den grossen Löwen abtreten.

Weil der Löwe (virtualisiertes) Feisch als Währung fordert werden auch Tiere zur Jagd gezwungen, die eigentlich keine Räuber sind.

Virtualisiertes „Fleisch“ wird an die anderen hungrigen Jäger in der Steppe verliehen, die daraufhin immer MEHR „Beute“ als Zins und Zinseszins zum Kreditgeber zurückbringen müssen, als sie sich aus dessen Vorrat ausgeborgt haben…

Außerdem verleihen die „großen Löwen“ seit einiger Zeit schon viel mehr Fleisch, als sie eigentlich jemals erbeutet haben – also tatsächlich mehr als auf dem (virtuellen) Fleischberg liegt… Das ist nur möglich, weil die anderen Jäger ihr virtualisiertes Fleisch ebenso bei den starken Löwen deponieren. So wird (virtuelles) „Fleisch“ ständig hin und her umgeschuldet… (mehr oder weniger „gedeckt“, von einem obskuren „Zentralfleischberg“)… Es entstehen immer mehr Schulden in Büchern – die virtuelle „Fleischmenge“ wird in der Buchführung der Meute erhöht UND es werden Zinsen eingefordert, für deren Erbringung quasi immer mehr und mehr gejagt werden muss, weil das „Fleisch“ in der gehandelten „Fleischmenge“ faktisch nicht existiert, bis neue „Weidetiere“ (oder auch andere „Löwen“?) gerissen werden.

Das ist ein wichtiger Fakt:

Die Teilreservepraxis in der EU gibt vor, dass Banken in der Tat nur etwa 2% Eigenreserve vorweisen müssen, wenn Sie Geld verleihen.

98% der Gelder, die als Kredit vergeben werden, enstehen nur als eingetragene Schuld in den Büchern. !!

So wird an und für sich ein Prozess angestoßen, der dazu führt, dass der Reichtum im Regelfall in den Händen derer akkumuliert wird, die ohnehin mehr als hinreichend versorgt und materiell befriedigt sind. (Das Problem der SUPERREICHEN, die sich nun glücklicherweise immer öfter dazu durchringen können, ihre unsinnig akkumulierten Vermögen für gemeinnützige Zwecke zu spenden.)

Reich, wohlhabend/ wohlgenährt und sozial abgesichert ist jedoch aktuell nicht etwa derjenige, dem Reichtum und soziale Sicherheit aufgrund seiner Verdienste für seinen gesellschaftlichen Horizont zustehen würde.

Niemand kann mir erzählen, dass J. Ackermann, auch nur fünfzig Mal mehr „ackert“, als der Bauer oder Bauarbeiter, der im Optimalfall nur ein hundertstel von dessen Jahresgehalt erhält.

Welche „Arbeit“ ist wie viel „Geld“ *wert*!?

Das sind doch nur IDEOLOGIEN, die uns vorspiegeln, dass unsere Leistungen auf dem Markt mittels Geld auch nur annähernd äquivalent bewertet oder kompensiert werden können…Eine Lüge einer verkommenen Ideologie!

Märkte verzerren Werte und Wertvorstellungen zugunsten mächtiger Eliten und Lobbies. Ja, so radikal und drastisch kann man das sagen, weil es tatsächlich so ist.

Reich werden kann man am besten, indem man erfolgreich teilnimmt an dem wirtschaftlichen „Spiel“ um den Profit im Zuge der gegenseitigen Übervorteilung. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist eben besonders die „kluge“ Restriktion und Abschottung von Potentialen und Ressourcen zur Sicherung der eigenen Marktposition entscheidend.

Das Geldsystem unterstützt „Schläue“ – nicht etwa effektive Beiträge zum konstruktiven Aufbau und Erhalt des sozialen und ökologischen Rahmensystems.

Deswegen geht es auch weiterhin wohl bergab, wenn wir nicht bald zu Organisationsformen gelangen, die von der unsinnigen Akkumulation virtualisierter Werteinheiten ablassen.

Gerechte Kompensation von Leistung muss nicht mehr in quantisierten Einheiten auf Bankkonten erfolgen… Die Sicherung unserer Ansprüche kann heutzutage letztendlich recht einfach in differenzierter FAKTISCHER DOKUMENTATION im Rahmen sozialer Netzwerke geschehen, die sich in diesem Medium hier formieren, arrangieren und organisieren.

Das meine ich, wenn ich sage, die marktwirtschaftliche Ordnung ist nicht mehr zeitgemäß. Die Form der Vermittlung sozialer Ansprüche ist weniger als suboptimal. Märkte, Banken und Geld taugen nichts, als „Betriebssystem für Gesellschaft“.

Es sind heute (in diesem Medium!) bessere Organisationsformen denkbar und implementierbar.

Projekte funktionieren auch heute schon recht gut, ohne dass Geld eine maßgebliche Rolle spielt… (Wikipedia, OpenSource, Linux…)

Dieses Prinzip der solidarischen Vernetzung zur Problemlösung sollten wir vorantreiben, indem wir entsprechende Infrastrukturen schaffen, um faktische/ reale/ materielle Bedürfnisse (und Wünsche) zu erfüllen!

Unabhängig von der absurden Frage nach Job/Beschäftigung und „Bezahlbarkeit“!

Wir können (uns) leisten, was wir in solidarischer Kooperation gemeinsam LEISTEN und organisieren können.
So ist es… Je näher und besser sich Produzenten und Dienstleister zur faktischen Erbringung einer gewünschten Sache direkt mit Konsumenten vernetzen können – desto mehr verlieren Märkte, Kreditinstitute und Banken an Bedeutung. 

Und das ist gut so.

Ein drastischer Großteil der Berufe, die wir ausüben sind Handelsberufe… (Ich habe etwas von 95% gehört… Zahlen?!)
Dort wird menschliches Potential vergeudet, das wir in Forschung, Entwicklung, Produktion und Dienstleistung dringend benötigen!

Wir brauchen keine Parolen wie „Kinder statt Inder“ ! …
-> Bänker und Spekulanten sollen was ordentliches lernen, um einen effektiv relevanten Beitrag zum Aufbau und Erhalt Ihrer Gesellschaft zu leisten, statt nur dreist oben abzusahnen…


John Law

John Law

Sehr interessant ist auch der folgende Artikel, der die Erfindung des modernen Kapitalismus (~1717) durch John Law schildert.

„Der Mann, der den modernen Kapitalismus erfand, war ein Mörder. Er war auch ein Spieler, ein Gefängnisausbrecher, ein Frauenheld. Und natürlich war er ein Geschäftsmann. Vor allem aber war er ein Mensch, der sich seine eigenen Maßstäbe setzte und den es wenig kümmerte, was andere davon hielten. Wahrscheinlich musste das so sein. Wahrscheinlich hätte er sonst nie diesen verrückten Gedanken gehabt.“

http://www.zeit.de/2010/14/A-Banque-Royale/seite-1

Ein neuer Aufbruch!.. Gedanken zu einer philosophischen Debatte zwischen Stéphane Hessel und Richard David Precht

http://www.zeit.de/2011/23/Gespraech-Hessel-Precht/komplettansicht

In diesem Gespräch zwischen den Philosophen Stéphane Hessel und Richard David Precht werden durchaus einige interessante Fragen aufgeworfen. Im Grunde sind die behandelten Themen aber alles andere als neu und ich halte einige der hierbei behandelten Fragestellungen und die Versuche Antworten zu geben für etwas oberflächlich oder verirrt…  zumindest sind sie meiner Ansicht nach zu zögerlich und übersehen greifbare Chancen, Wege und Optionen.

Ich denke, es gibt jedoch deutlich absehbare Wegrichtungen für eine konstruktive Transformation unserer Gesellschaft. Deswegen schreibe ich diese Rezension zu dem oben verknüpften Dialog:::

>>  „die Weltregulierung – […]. Wird sie sich je gegen die Macht- und Verwertungsinteressen des Kapitals durchsetzen können?“ <<

Nein.
– Wie denn auch?!
Solange wir unser bisschen „Leben“ in einer marktwirtschaftlich arrangierten Weltordnung fristen und uns im Rahmen der damit verbundenen kompetitiven Ideologie organisieren, sind wir gezwungen einen bitteren Kompromiss einzugehen, der uns weit abbringt, von unseren eigentlichen moralischen und ethischen Vorstellungen und Ansichten.

Um angesichts (regionaler und globaler) Missverhältnisse im Hinblick auf Wohlstand und Versorgung ausgleichend und solidarisch handeln zu können, sind wir in unserer Gesellschaftsform auf „Charity“ (die Caritas) eines reichen und mildtätigen Spenders oder (Kreditgebers) angewiesen.

Es steht zwischen uns und der Durchführung unserer Visionen, Ideen und Projekte in jedem Fall die (absurde) Frage der „Bezahlbarkeit“!

Kann sich das irgendwer leisten?“ – versus – „KÖNNEN WIR DAS LEISTEN?“ !!

Solange wir unsere Ansprüche zur Erfüllung unserer Bedürfnisse und Wünsche an eine Geldwirtschaft binden, werden wir unsere *Relevanzachsen* am Kapital ausrichten müssen oder sind zumindest gezwungen in unserem Denken und Handeln den Kompromiss mit Marktinteressen zu schließen. Unsere soziale Realität bleibt belastet, blockiert und behindert (im wahrsten Sinne des Wortes), wenn wir nicht endlich aufwachen und den unfassbaren Irrsinn erkennen, den wir hier und heute als „Gesellschaft“ bezeichnen.

Offenbar ist der Kapitalismus (2009) sogar bereits prinzipiell an seinen eigenen Unzulänglichkeiten zu Grunde gegangen und gescheitert.

Es wird Zeit das zu erkennen und entsprechend zu reagieren, anstatt nur nach einer Regulierung zu schreien, die so gar nicht applizierbar ist.

Wir müssen unsere (jeweilige!) Gesellschaft weg vom Strich holen!
Schluss mit der Prostitution!
Wir werden den Kapitalismus und die damit einhergehende Prostitution unserer Gesellschaft aber nicht einfach (politisch) „abschaffen“ können.
*~*
… „echte Demokratie“ (was auch immer das sein mag?) wird es auf politischem Wege in diesem Rahmensystem wohl nie geben.
Aktionismus und Terrorismus halte ich für deutliche Symptome der erkrankten Gesellschaft, aber nicht für die Lösung.

Was wir aber (hier und heute) machen können, ist:
… die Absurdität marktwirtschaftlicher Mechanismen der Sozialisierung herauszustellen, indem wir gemeinsam, (freiwillig und solidarisch) ordentlich organisierte und mindestens genau so gut funktionierende, produktive Alternativen der gesellschaftlichen Integration, Organisation und Interaktion fördern und gestalten! 

Die Alternative, (die sich geradezu aufdrängt) ist eine souverän und solidarisch vernetzte Zugangsgesellschaft, deren erklärter Zweck es ist basisdemokratisch für die Definition und die Erfüllung sozialer Ziele und Bedürfnisse zusammenzuwirken.

[… im Grunde meine ich das, was Wikipedia und die Open-Source Gemeinde macht (frei vernetzte Kooperation jenseits finanzieller Interessen!)- jedoch zur Bewältigung praktischer Probleme und Aufgaben… zur Gewährleistung unserer Versorgung und zur Deckung unserer Bedürfnisse und Wünsche!… angefangen von der dezentralen Stromerzeugung in Haushalten und Bürogebäuden, über gemeinschaftlich organisierten landwirtschaftlichen Anbau und Gartenbau, Kurse zur Ausbildung und Weiterbildung bis hin zu Bauprojekten und dem Ausbau von Strassen und Verkehrswegen… ]

Wir sollten kommunikative Infrastrukturen schaffen, die es uns möglich machen faktische Bedürfnisse, allgemeine Versorgungsansprüche aber auch individuelle Wünsche und Ideen in der Gesellschaft zu ermitteln, diese deutlich und transparent herauszustellen und deren Erbringung im Hinblick auf die erkannten Potentiale im Netzwerkverbund effektiv, kompetent und zielführend zu gewährleisten.
Wenn Geld in sozialen Projekten und Aktivitäten eine Rolle spielt, dann nur als Mittel der notwendigen Auslöse von Potentialen und Materialien, die im solidarisch verbundenen sozialen Netzwerk eventuell nicht unmittelbar verfügbar sind. Also lediglich an externen gesellschaftlichen Schnittstellen, an denen eine monetäre Kompensation für Leistungen oder Waren gefordert wird. Letztendlich sollten Geldforderungen oder Geldzahlungen im Regelfall als absurde Komplikation erkannt und damit zum Ausnahmefall werden!

Statt über eindimensional abstrahierte, numerisch transzendierte Werte in Geldtransaktionen, werden wir unsere Ansprüche im Zweifelsfall vor der (in unserem sozialen Horizont erschlossenen) Öffentlichkeit über differenzierte Verträge und über eine entsprechend beglaubigte Dokumentation unserer faktischen Leistungen legitimieren und sichern.

Es geht bei der Umsetzung dieser gesellschaftlichen Idee (die keine Utopie bleiben soll!) im Wesentlichen darum, das überraschend populäre Phänomen der „sozialen Vernetzung“ (im Internet) konsequent und konstruktiv weiter zu entwickeln und darin praktische Wege der Organisation von Produktion, Service und Vertrieb zu implementieren.

Anstatt zu versuchen das „Finanzwesen und das Regierungswesen“ zusammenzubringen, sollten wir versuchen beides in (durchaus heterogen organisierten) Netzwerkgesellschaften aufzulösen!

Daraus kann meiner Ansicht nach eine gelungene neue „Regulation des Weltwesens“ entspringen… Indem wir die Rahmensysteme auflösen und neu zusammensetzen. ::: souverän und solidarisch!

Irgendwie verläuft sich das Gespräch zwischenzeitlich sehr, finde ich…

>> „Eros schlägt Caritas. Das eigene Glück macht gleichgültig gegenüber der globalen Gerechtigkeit.“<<

? was soll denn das??:/ … dass das individuelle Liebesglück einer sozialen Gerechtigkeit im Wege steht..? das mag‘ sicher auch eine Rolle spielen..! klingt mir aber ein bisschen arg subjektiviert und romantisiert…


Letztendlich greift Hessel ganz ähnliche Gedanken der solidarischen Vernetzung auf, wie ich sie oben schon (in meinem Propagandatext;) erläutert habe:

>> „es entsteht Neues, wenn Produzenten und Konsumenten zusammenkommen und sagen: Wir brauchen keine Bank, wir können uns gegenseitig helfen. Wie würde dieses Gegenseitige aus Ihrer Perspektive als Philosoph aussehen? Brauchte es dafür einen neuen Menschen? Oder könnte es derselbe Mensch sein, der sich selbst und die anderen anerkennt? “ <<

Das is‘ es doch, was ich meine… aber ich denke nicht, dass wir dafür neue Menschen brauchen, sondern neue Infrastrukturen der Vernetzung zum Zweck der Erfüllung faktischer und effektiver Bedürfnisse… statt Märkte, die uns zur Prostitution für künstlich geschaffene Bedürfnisse anhalten!

>>“Wir wissen zum Beispiel, dass man vom Menschen nicht verlangen kann, dass er eine Art Weltsensibilität ausbildet.“ <<

Nein.
Das muss er doch gar nicht:
Da liegt der historische Fatalismus politischer Denkmuster national organisierter Gesellschaften.
Es genügt, wenn der Mensch aufhört, sich Gesellschaft von oben aufsetzen zu lassen… wenn wir bereit sind, uns einen sozialen Horizont selbst und souverän zu wählen, um uns darin – unseren Interessen und Kompetenzen entsprechend – aktiv zu integrieren, dann entwickeln wir selbstverständlich das notwendige Verständnis und die angemessene Sensibilität, um uns darin vernünftig, gerecht, friedfertig und aufrichtig zu verhalten.

Precht: >>“Ich denke, pathetisch gesprochen, an eine Welt der regionalen Freundschaften, die miteinander im Austausch stehen und in den großen Fragen untereinander solidarisch sind.“<<

Ja… mitunter – oder insbesondere *das* meine ich auch… allerdings wird die Vernetzung bei weitem nicht nur regional stattfinden… Es kann und wird Organisationsstrukturen und im eigentlichen Sinne „wirtschaftliche“ Arrangements auf globalem und industriellem Niveau geben.

Die Voraussetzung dafür, dass die Gesellschaft besser funktioniert und dass unsere Kommunikation und Interaktion reibungsloser funktioniert ist tatsächlich eine umfassende Allgemeinbildung, die zumindest ein gewisses „Big-Picture-Thinking“ ermöglicht. Vor allem die Qualität der Entscheidungen, die wir in unseren vielfältigen sozialen Funktionen treffen müssen, hebt sich durch ein breiteres Wissen erheblich!

Ich denke, es wird sich als brauchbar und sinnvoll herausstellen, wenn wir unser Wissen entsprechend der Domänen, in denen wir Interessen und Kompetenzen entwickeln, abstrahieren und visualisieren können.

Die Visualisierung von Daten und Informationen in entsprechenden plausiblen Metaphern wird es uns erlauben in der zunehmenden Flut von Informationen Vektoren des (relevanten) Wissens zu formen und gegenseitig zu vermitteln.
Sogenannte semantischen Räume können uns helfen unser eigenes, individuelles Wissen und unsere Werte vergleichbar zu machen und gesammeltes Wissen, Details, Berichte, Meinungen, Ansichten und Informationen mit Anderen auszutauschen…
Wir werden irgendwann überhaupt nicht mehr auf Institutionen oder gar unflexible Lehrpläne angewiesen sein, wenn darum geht Bildung zu vermitteln oder Qualifikation zu ermitteln.

Die folgende Präsentation des „nextexpertizer“ im Rahmen eines Vortrags von Prof. Peter Kruse verdeutlicht in etwa, was ich im Bezug auf die Entwicklung unserer Wissensvermittlung und die Repräsentation von vernetzter Information im Sinn habe.

Wir sollten schließlich feststellen, dass Schulen in statisch institutionalisierter Form bereits heute schon nicht mehr in der Lage sind, dem fluiden Wissen und den Anforderungen in einer hoch komplexen, kreativen und vielseitigen Informationsgesellschaft überhaupt nachzukommen.

Wir werden in einem liquiden Prozess der Welterfahrung lernen, was wir zur effektiven Bewältigung unserer aktuellen, individuellen Aufgaben wissen müssen, indem wir (standardisierte?) öffentliche Enzyklopädien des Weltwissens – in Form mehrdimensionalen semantischer Räume – virtuell durchwandern und die jeweiligen Domänen unseres eigenen Wissens dort flexibel erweitern, wo es uns aktuell und unmittelbar an Kompetenzen mangelt.

Umgekehrt werden wir durch unsere individuelle Expertise und unsere speziellen und detaillierten Erfahrungen und Erkenntnisse ständig auch selbst an der Entwicklung, am Ausbau und an der Erweiterung dieser öffentlichen Wissensnetze beteiligt sein, die sich aus vielfältigen und verschiedenartigen multimedialen Repräsentationen unseres Wissens zusammensetzen und in möglichst redundant angelegten, neutralen und dezentral verteilten Netzen weithin verfügbar gemacht werden.

Ich denke, wir finden eine vielversprechende Zukunft, wenn wir soziale Integration und Interaktion in der öffentlichen Transparenz einer dezentral und redundant vernetzten Informationsgesellschaft stattfinden lassen.
– Wenn wir aufhören, uns hinter den Mauern und Zäunen von statischen und unflexiblen Ideologien und darin etablierten, bürokratischen und anonymisierenden Institutionen zu verbarrikadieren.
– Wenn wir lernen, Mensch zu sein – als soziale Wesen mit Persönlichkeit, Gesicht und Rückgrat!
– Wenn wir uns von der Bürokratie und vom zwanghaften Wunsch nach Kompensation unserer Leistungen in Geldzahlungen lösen können, um uns auf elementare Werte zum Erhalt und zum Aufbau einer (für uns selbst und für alle Beteiligten) lebenswerte(re)n Welt zu besinnen…

Die „verbindlichen […]organisationen“ zur „Weltregulierung“, die in der Debatte einstimmig gefordert werden, würden sich in einer vernetzten Weltöffentlichkeit ganz natürlich herausbilden, indem die gegenseitigen Dependenzen im Zugriff auf die jeweils verwalteten Ressourcen, eine gewisse gegenseitige Rücksichtnahme fordern, die uns vor der „Tragik der Allmende“ schützen kann, wie wir sie heute leider so bitter erleben!

Auch neue Maßstäbe für Wachstum und Werte werden sich in einem derartig transformierten gesellschaftlichen Milieu herausbilden…

>>“ein solches System schrittweise zu transformieren – dafür sehe ich noch nicht den Ansatzpunkt.“ <<

Doch. Wir stecken mitten drin’… sehen vielleicht den Wald vor Bäumen nicht… das aktuell derart populäre Medium der sozialen Vernetzung bietet uns eben diesen Ansatzpunkt, wenn wir uns die notwendigen Infrastrukturen schaffen, um vom bloßen Austausch der Gedanken hin zur praktischen Lebenshilfe zu gelangen!..


>>“Noch 50 Jahre weiter so, dann ist die Erde nicht mehr lebenswürdig.“ <<

~ tja, so is‘ es wohl..!

Also, lasst uns unsere Chancen erkennen!😉

>> lernen „zu kooperieren, anstatt weiter zu konkurrieren“!<<

Außerdem zählt im Endeffekt nur das, was im Angesicht einer informierten, gebildeten, kompetenten, aufgeschlossenen und aufgeklärten Öffentlichkeit als legitim empfunden wird.
Es wird weniger Satzungen geben müssen, wenn sich Rechte und Pflichten im Auge einer Öffentlichkeit prägen und ausgestalten…
Transparenz, Aufrichtigkeit und Offenheit wird das Regulativ einer vernetzen Welt werden! In diesem Rahmen wird letztendlich eine „Herrschaft der Vernunft“ (eine ratiokratische Gesellschaft?) entstehen!

„Eine dritte Aufklärung“

… werden wir (aktiv) miterleben … und beliebig viele weitere!!…

Neues Geld/ Neue Währungssysteme!?

Den folgenden Text hab‘ ich aus einer von mir selbst  verfassten Facebook-„Notiz“ heraus kopiert… Facebook bietet grundlegend eine relativ optimale Infrastruktur zur Vernetzung, zum Gedankenaustausch und zur Diskussion mit dem „sozialen Netzwerk“… allerdings kann man dort weder etwas nach „draußen“ veröffentlichen, noch gibt es eine ordentliche Export oder Druckfunktion für derartige Texte…😦 deshalb is‘ es wohl hier besser aufgehoben!🙂

https://www.facebook.com/manUFOrster#!/notes/manu-forster/neues-geld-neue-w%C3%A4hrungsysteme/157062714361409

Manu Forster on FACEBOOK – Friday, May 27, 2011 at 11:36am

Viele Leute [Politiker, Wirtschaftler, Stammtische, „Weltverbesserer“, …] denken in letzter Zeit intensiv über neue Währungssysteme nach, die fairer und gerechter sein könnten, als die Weltwährungen, die momentan offenbar zusammenzubrechen drohen – infolge absehbarer system-inhärenter Ungereimtheiten – verstärkt durch die zunehmende Korruption in der Wirtschaft und auf den Märkten. Ich habe gerade einen Beitrag gelesen, der mir deutlich vor Augen führt, wie irreführend es ist, nach dem Versagen alter Währungssysteme neue Währungssysteme einführen zu wollen.

Diese ganzen neuen Systeme müssen ja schließlich an ihren jeweiligen Schnittstellen auch wieder aufwendig verwaltet werden:::

[Ein Beitrag auf der Facebook-Wand eines Freundes:]

Wien braucht eine Gutscheintauschbörse ähnlich wie in Bad Vöslau, die alle bestehenden Systeme integriert und kompatibel macht : Tauschkreise, Zeitwährungen, Waldviertler, Vorarlberger Talente, Zeitschillinge, Creality, auch Schweizer Wir und Deutsche Talent und Tauschbörsen ( wen habe ich vergessen ?)


Folgendes hatte ich als Kommentar zum oben zitierten Beitrag geschrieben:::

* Manu Forster:

Wieder neue Glasperlen, Firlefanz und Blendwerk..?

Hilfe!!

Ich könnte davonlaufen, wenn ich diese ganzen neuen Namen für neue (faire?/ bessere?) Währungssysteme höre..!

Wieso können wir nicht endlich loslassen, von der unsinnigen Idee unsere vermittelten Ansprüche (/ Werte & Leistungen) in vertrackten Währungssystemen zu abstrahieren und zu akkumulieren..? Ich glaube, dass Geld letztendlich in jeder erdenklichen Form immer wieder zur Verzerrung der Werte führen wird, die es eigentlich in der Gesellschaft vermitteln sollte.

Ich finde alle diese Ideen nicht mehr zeitgemäß. Wir verfügen über ein Medium, das differenzierte Dokumentation faktischer Leistung erlaubt. Wir brauchen keine Währungen, wenn wir bereit sind, vor der uns erschlossenen Öffentlichkeit unserer gesellschaftlichen Netzwerke konsequent und aufrichtig für alle unsere wirtschaftlichen/sozialen/politischen Handlungen Verantwortung zu übernehmen. Währungen sind nur [äußerst] suboptimale Abstraktionsebenen sozialer Interaktion. Wenn wir mit aufrichtiger und ehrlicher Transparenz/ mit einer eindeutigen Identität für unsere Rechte und Pflichten in unserer Gesellschaft einstehen, können wir uns jede Abstraktion von Werten, die über eine faktische Dokumentation hinausgeht ersparen.

Wenn es kein verschleierndes (quantisiertes) Medium zur (virtuellen) Kompensation von Werten und Leistungen mehr gibt, das uns eine ständige Akkumulation von Werteinheiten erlaubt, dann fließt die gesellschaftliche Interaktion viel natürlicher! (Integration beruht dann auf ehrlichen Interessen und definierten Zielsetzungen solidarischer Gemeinschaften!) … dann gibt es auch keine ausufernde Gier und keine widernatürlichen „Incentives“ für Ausbeutung mehr..! Vielleicht ist das, wovon ich hier spreche ja genau die „Börse“, die all diesen irreführenden Unsinn (scnr) „kompatibel“ macht. Wir müssen endlich in der Lage sein die *faktischen Belange* des Lebens zu betrachten! Ohne uns in komplizierten Ebenen der symbolischen Abstraktion zu verlaufen!!

Eine Währung ist im Grunde immer nur ein Versuch ein abstraktes Modell realwirtschaftlicher (/ effektiver sozialer!) Prozesse in einer Gesellschaft zu formen.

Dazu benötigen wir im Grunde aber nichts weiter als eine gut funktionierende Infrastruktur der sozialen Vernetzung, die es uns gestattet, modellhaft und differenziert alles verfügbare Potential und alle Bedürfnisse, Versorgungsansprüche, Notwendigkeiten und Wünsche aufzuzeichnen und der involvierten Öffentlichkeit transparent zugänglich zu machen.

Das Medium, das sich optimal dafür eignet benutzen wir ja gerade in diesem Augenblick! Darauf kann man ein System aufbauen, in dem jeder seine legitimen Ansprüche vor seinem gesellschaftlichen Horizont geltend machen kann, OHNE diese in Währungen abstrahieren zu müssen… Umgekehrt kann und wird diese Form der Vernetzung dazu beitragen, dass alle diese Ansprüche, Bedürfnisse und Wünsche im Rahmen von öffentlichen Projekten zur Produktion und Vermittlung der entsprechenden Waren und Dienstleistungen ohne Kredite von Institutionen gewährleistet werden können.

Ich glaube, dass jedes neue Finanz- oder Währungssystem der Gesellschaft wieder ähnliche Schranken, Hürden, Fesseln und Hindernisse aufwerfen wird, wie es die vergangenen Experimente mit Währungssystemen gezeigt haben.

Ich glaube man kann heute sagen, das große Experiment der Abstraktion und Vermittlung sozialer Ansprüche in Geldtiteln als Wertmedium ist gescheitert. Neue Währungen sind meiner Ansicht nach ein Irrweg

Wir können heute viel differenziertere Modelle der Organisation von Gesellschaft implementieren.

Und das sollten wir. sonst drehen wir uns doch nur wieder im Kreis.

MAKE LOVE ☮ NOT MONEY!😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

don’t prostitute!😉 ☮


* * * KOMMENTARE zur Notiz in Facebook :::

o Manu Forster ‎

… Spiel das Spiel?! KAUF DIR DIE FREIHEIT?


o Franz Hörmann

Hallo Manu,

wie schon so oft gesagt:

Ja und hundertmal ja, prinzipiell ist das machbar (Gesellschaft ohne Geld) und wir werden auch ganz sicher früher oder später so leben.

Aber: wenn man den Menschen schlagartig JEDE Form von Geld wegnimmt, werden 95% hilflos und panisch reagieren.

Die Lösung wäre eine Art Brückentechnologie, wo zwar immer noch (quasi am Frontend, der Benutzerschnittstelle) so etwas wie Geld aufscheint, dahinter (also im Code) aber weder Schuld, noch Zinsen, noch Enteignung („dingliche Sicherheiten“), noch ein Nullsummenspiel vorhanden ist. Und wenn wir schon dabei sind, können wir dieses neue Geld vielleicht sogar dazu verwenden, die Menschen für gemeinschaftsnützliche Tätigkeiten zu belohnen und nie wieder für Eigentum.

Einfach schlagartig gar kein Geld ist, glaub ich, für die Mehrheit zu heftig.

Frag‘ einfach mal rum in Deiner Nachbarschaft oder Deinem Bekanntenkreis.


o Manu Forster

ja. Das tu‘ ich…

Ich spreche oft in meinem Bekanntenkreis darüber…

ich weiß auch, dass es nicht leicht zu vermitteln ist, was es bedeutet vom Geld und von der Marktwirtschaft los zu lassen…

-> und prinzipiell leuchtet mir die psychologische Abhängigkeit vom Geld ja auch ein. Unsere Gesellschaft leidet und krankt eben daran, dass im Regelfall Niemand für Andere in Aktion treten möchte, ohne dass ihm oder ihr eine Kompensation der erbrachten Leistung in Form einer Zahlung zugestanden oder in Aussicht gestellt wird. Das heißt, dass [mit einem Geldsystem] immer die Frage der *Bezahlbarkeit* zwischen uns und unseren Ansprüchen, Bedürfnissen, Zielen, Ideen, Projekten, Wünschen und Visionen stehen wird…

Der[jenige], der Liquide ist, entscheidet, was (wie, wann, mit wem und wo) gemacht wird…

… Die Frage, ob die Idee dahinter gut und sinnvoll ist oder ein legitimer Anspruch auf die Sache besteht, die jemand von seinem sozialen Umfeld einfordert, rückt erst an zweite Stelle. (Wenn überhaupt..!)

Wir machen eben, so wie es ist, eine Menge Unsinn, wenn wir dafür ausreichend bezahlt werden und unterlassen eine Menge wichtiger Dinge, wenn wir zu wenig oder gar kein Geld bekommen.

Das ist der Grund, warum unsere Gesellschaft auf „Charity“ (die Gnade der Reichen und Mächtigen) angewiesen ist: Weil im Grunde Geld erst die Option schafft, Macht zu akkumulieren und (ansonsten freie und verfügbare) Potentiale und Ideen eben daran zu binden… Das wird sich auch mit neuen Währungen kaum wesentlich ändern…

… oder?

Für mich ist es eben dieses (rein) psychologische Dilemma, das wir unbedingt auflösen müssen, wenn wir unserer Spezies und unserer Zivilisation Perspektiven für eine Zukunft (eine lebenswerte Gegenwart) schaffen und sichern wollen. Besser früher als später! Und ich glaube, dass wir den Prozess der Entwöhnung und Desillusionierung – die stattfinden muss und wird – mit neuen Geldsystemen nur unnötig verzögern…

Und Geld existiert von Natur aus ja immer nur als „Frontend„. Es hat für die (wesentlichen!) Vorgänge dahinter (im „Backend“ der Produktion, Organisation und Leistung) eigentlich überhaupt keine Relevanz… Geld ist schließlich kein Material, kein Hilfsmittel und kein Werkzeug, das man für irgendetwas benötigen würde, was notwendig und real in unserer Gesellschaft zu erbringen ist, um unsere Existenz, unseren Fortbestand und unseren kulturellen und technologischen Fortschritt zu gewährleisten. Das ist es heute nicht und das wird es nie sein… Es ist im Grunde nur ein Symbol, das uns aufgrund gesellschaftlicher Konventionen vermeintliche Sicherheit geben soll, im Bedarfsfall einen entsprechenden Anspruch an Dritte geltend machen zu können, um von diesen wiederum eine Leistung oder Waren zu erhalten, die wir (im optimalen Fall) letztendlich als angemessenen Tausch empfinden.

Es würde ganz bestimmt für einen Großteil der Leute einen ziemlich heftigen Schock bedeuten, wenn sie plötzlich nicht mehr in den Laden gehen können, um sich dort für einen festgelegten Preis gegen eine entsprechende Geldzahlung etwas von den dort verfügbaren Waren herauszulösen.

Aber diesen Fall haben wir ja in absehbarer Zeit so oder so… Wenn das wackelige Wirtschaftssystem, auf dem unsere Währung steht endgültig kollabiert. Und der Kollaps ist offenbar auch (auf kurz oder lang?) nicht mehr zu vermeiden… [Der Aufprall und die Entrüstung (der 95%?) ist also sowieso unvermeidbar!] (Wie man es auch Deinen Äußerungen und Ausführungen in Deinem Buch entnehmen kann!) Vor allem, wenn sie selbst nicht mehr mit Bezahlung rechnen können, werden viele hysterisch reagieren … Vielleicht erscheint das einigen Leuten aufsässig, dass ich mich immer wieder in diese Überlegungen „einmische“… aber hier stehe ich und ich kann halt nicht anders! …:/

Ich schreibe das alles nicht, um mich persönlich irgendwie in’s Rampenlicht zu rücken oder irgendwem auf den Senkel zu gehen… nicht weil ich es nicht verstehe oder weil mir langweilig ist… sondern, weil ich es tatsächlich für notwendig und wichtig halte, die Menschen JETZT (hier und heute) konsequent auf den Unsinn einer Geldwirtschaft hinzuweisen und wach zu rütteln… JETZT ECHTE Alternativen zu Geldwirtschaft zu schaffen. Nicht andere Formen der Geldwirtschaft, die wiederum eine Reihe alter Probleme mit sich zerren würden…

Ich schließe es nicht aus, dass die Lösungen heterogen sein können. Das wäre sogar gewissermaßen durchaus wünschenswert… Neue Geldsysteme können (und werden) im Rahmen der kommenden sozialen Umgestaltung ebenfalls eine Rolle spielen… Ich rechne damit.

… und diese Systeme etablieren sich ja bereits schon zunehmend im lokalen (kommunalen) Rahmen… Der große Vorteil einer Geldwährung, den auch ich nicht leichtfertig von der Hand weisen kann, ist die Zählbarkeit der Einheit:

Die radikale Abstraktion von Leistungen und vermittelten Waren und Werten in eine einzige Dimension (+/-… Zahlen, Punkte, Wertmarken, … Geldsysteme) projiziert eine einfache Vergleichbarkeit der Wertinhalte von Waren und Leistungen. Wir wollen Preise vergleichen können. Aber dort wo es kein Geld gibt, müssen wir auch keine Preise mehr vergleichen… es wird faktische Leistung dokumentiert und bewertet! Ich bin der Ansicht, dass es genügend faktische und physikalische Einheiten gibt, die uns einen Leistungsvergleich erlauben. Darauf sollten wir uns letzten Endes auch besinnen:

[Alles, was wir brauchen, ist eine] (öffentlich beglaubigte), treue und transparente Dokumentation faktischer Abläufe zur Erfüllung unserer Ansprüche, Bedürfnisse und Notwendigkeiten. Preisvorstellungen sind eben leider oft trügerisch und Preisvereinbarungen nicht selten recht subjektiv. Trotzdem ist es wichtig, dass wir die Illusion der Symbole auflösen. Unsere Gesellschaft ist behindert, durch den Glauben an den Wert der Symbole… und die neue Gesellschaft soll keine Missbildungen und Erbschäden mitnehmen…

Vielleicht wird es eine schmerzhafte Geburt, aber wenn wir die Wehen und die notwendige Abnabelung vom Geld nicht bald zusammen durchstehen, dann erhöhen wir wohl eher das Risiko einer Komplikation… Es geht im Grunde ja um die (95%?), die sich betrogen fühlen werden, wenn es kein Geld mehr gibt oder das Geld, das wir heute haben im Laden nichts mehr Wert ist. Bevor wir die an ein neues Geldsystem gewöhnen ist es doch hundertmal besser, wenn wir ihnen gleich hier und heute die Absurdität des Geldes vor Augen führen. Am allerbesten durch mutige [ehrliche!] Beispiele… die wir in der sozialen Vernetzung (in diesem dynamischen Medium) organisieren können und werden!

Copy! … right!? Gezanke um Softwarepatente und das Recht der „Urheber“

>> „Erst wenn der letzte Programmierer eingesperrt und die letzte Idee patentiert ist, werdet ihr merken, dass Anwälte nicht programmieren können.“ <<

Dieser Spruch ist angelehnt an die sogenannte „Weissagung der Cree“ und spielt auf die traurige Tatsache an, dass Urheberrechte (besonders die umstrittenen Softwarepatente) leider viel zu oft sinnvolle Ideen im Keim ersticken und dazu missbraucht werden, um Programmierer und Hersteller von Software gierig zu erpressen.

Hier eine Sendung über (Software-)Patente, Trittbrettfahrer und Trivialität in 3sat:::

(… nicht mehr ganz neu: das aktuelle Thema „Videocodecs“ wird hier noch gar nicht behandelt!)


Justin Frankel – der Entwickler hinter „Winamp“:::


Der Chaos Computer Club (CCC) hat bereits am 22.03.2006 einen eigenen „Urheberrechtsentwurf“ eingebracht, um konstruktiv auf die Diskussion Einfluss zu nehmen:

http://www.taz.de/1/netz/netzkultur/artikel/1/eine-mark-fuer-kreative/

Leider arbeitet die Politik ziemlich unkonstruktiv dagegen…

http://www.ccc.de/updates/2006/bagatellklauselweg?language=de


Das bestehende Urheberrecht (und dessen Auslegung) stellt die fundamental religiös anmutenden Ansichten (neo)liberaler Vertreter der Marktwirtschaft erheblich in Frage.

As every individual […] endeavours as much as he can, […] to […] direct[…] that industry in such a manner as its produce may be of the greatest value, he intends only his own gain; and he is in this, as in many other cases, led by an invisible hand to promote an end which was no part of his intention. Nor is it always the worse for the society that it was not part of it. By pursuing his own interest, he frequently promotes that of the society more effectually than when he really intends to promote it.

– Adam Smith: An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations[3]

„Wenn […] jeder einzelne […] die Erwerbstätigkeit so fördert, daß ihr Ertrag den höchsten Wert erzielen kann, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn. Er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, der keineswegs in seiner Absicht lag. Es ist auch nicht immer das Schlechteste für die Gesellschaft, nicht beabsichtigt gewesen zu sein. Indem er seine eigenen Interessen verfolgt, fördert er oft diejenigen der Gesellschaft auf wirksamere Weise, als wenn er tatsächlich beabsichtigt, sie zu fördern.“

– viertes Buch, Kapitel 2

Tatsächlich würgt und prügelt diese „unsichtbare Hand“ unsere Gesellschaft mit erschreckender Brutalität. Die Abmahnungs- und Klage-Praxis im Patentrecht ist nur ein (verschwindend) kleines Beispiel der destruktiven Aspekte „wirtschaftlichen“ Denken und Handelns! Wir müssen uns endlich aus dem Würgegriff dieser „unsichtbaren Hand“ befreien… das ist so ein blenderischer Unsinn, den wir da mitmachen. Solange wir alle unsere Ansprüche und Wünsche in der Gesellschaft ausschließlich über Geld artikulieren, vermitteln und rechtfertigen können, geht es weiter den Bach runter…

Dabei handelt es sich im Grunde genommen nur um ein Informationsmonopol, das durch die Institutionen beansprucht wird, denen das Recht zur Geldschöpfung verliehen oder geschenkt wurde.

Der Weg ‚raus aus dem Schlamassel liegt offensichtlich und breit vor uns:

Der Staat ist nicht die Lösunghttp://mspr0.de/?p=2206 (hat MSPR0 neulich ganz richtig festgestellt)…

Allerdings zweifle ich auch daran, ob man Corporates, die in diesem verblendeten System verwurzelt sind, eine glaubhafte „Agenda“ verpassen kann.

Es geht eigentlich in der Hauptsache darum, unabhängige, solidarisch vernetzte und faktisch transparente Infrastrukturen zur gesellschaftlichen Interaktion, zur Integration, zur Vermittlung von Dienstleistungen, zur Herstellung und zum Vertrieb von Waren und Gütern zu schaffen, die weder einem politischen Programm/ einem Mandat noch einer wirtschaftlichen Lobby oder dem Streben nach Profit verschrieben sind.

Nur der soziale Aspekt zählt!

– Die Wirkung unserer Handlungen auf unser soziales Netzwerk und den gemeinsamen sozialen Horizont. Deshalb glaube ich, dass dieses Medium (das immer mehr zum *social web* wird!) sich in die richtige Richtung entwickelt…

Markt und Politik sind schließlich auch nur abstrahierende Ebenen der Organisation von Gesellschaft, die allerdings – in aktueller Form – der Komplexität unserer modernen Welt offenbar weit unterlegen sind.

(„A good regulator of a system must be a model of that system“ -> Ashby)…

Die prominentesten Beispiele, dass unsere Potentiale auch dort produktiv erschlossen und verwaltet werden können, wo Geld keine (maßgebliche) Rolle spielt sind Linux & Wikipedia… Es geht in der Hauptsache (nur) darum, dass Teilnehmer in einem Projekt grundlegend versorgt sind und deren Aufgaben klar formuliert und ordentlich organisiert sind. Entsprechende Strukturen lassen sich im Grunde genommen auf allen denkbaren Ebenen und Bereichen von Gesellschaft implementieren… Also lasst uns soziale Software schreiben!😉

Wenn das Urheberrecht tatsächlich einer wichtigen sozialen Idee im Wege steht, dann sollte die Öffentlichkeit entscheiden, was letztendlich vernünftiger ist..: Unserer (sozialen & ökologischen) Umwelt und Gesellschaft mit sinnvoller Innovation ordentlich auf die Sprünge zu helfen, oder brav den Gesetzen des Marktes Folge zu leisten!?

Technik frisst Privatsphäre? | Zweithirn für Spackos?!


Manu Forster – Tuesday, May 10, 2011

Die Gedanken und Überlegungen in diesem Beitrag beziehen sich auf einen Gastbeitrag von Georg Jähnig für die sogenannte DATENSCHUTZKRITISCHESPACKERIA“ :::

http://spackeria.wordpress.com/2011/05/09/technik-frisst-privatsphare/

Die Frage (die sich irgendwie aufdrängt) war/ ist:::

Werden wir irgendwann zu (gläsernen) „Borg-Drohnen“?… gesteuert von einer „Illuminati-Gang?“

[=_=] -> „RESISTANCE IS FUTILE!“ / „WIDERSTAND IST ZWECKLOS!“ *??

~ * ich denke, „Privatsphäre“ kann und wird auf lange Sicht nicht über die Optionen technologischer Machbarkeit gestellt werden… das mögliche Risiko wird sich letztendlich immer am möglichen Vorteil messen lassen müssen und angesichts einem geradezu evolutionären Vorsprung schwinden die Bedenken über eventuelle Risiken wohl mittelfristig dahin…
Als „Leonardo D’Avinci“ oder die „Gebrüder Wright“ entdeckt haben, dass Menschen – technisch betrachtet – durchaus fliegen können, war es absehbar, dass Menschen irgendwann auch fliegen wollen, um sich den offenbaren evolutionären Vorteil darin zu erschliessen… Auch wenn damals wohl leicht nachvollziehbare, allgemeine Bedenken bezüglich der Sicherheit und der Machbarkeit aufgekommen sind und sich seinerzeit wohl Niemand vorstellen konnte, wie viele schwere, geräumige und bequeme Flugzeuge heute tagtäglich über den Himmel rauschen…

Egal wie absurd oder gefährlich die technologische Option zunächst auch erscheinen mag…
Es wird immer Einige geben, die das Potential der Technologie ausloten wollen… Einige, die es können… Einige, die es implementieren werden und eine (kritische) Masse mit dem Wunsch „infizieren“ werden, sich diese Optionen zu erschließen…

Klar, kommt das „Zweithirn“..! keine Frage! in gewisser Hinsicht benutzen wir ja (alle?) jetzt schon ein „Zweithirn“… in der Cloud und im social web teilen und verteilen wir doch ständig schon unser Wissen, unsere Ansichten und Ideen… beurteilen Menschen, deren Aktionen und Aussagen und wir diskutieren darüber/ gleichen in der Diskussion unsere Wertesysteme ab/ kommentieren darauf…
-> genau dieser Prozess erhält meiner Meinung nach die „Gesundheit“ des zweiten Hirns..! (oder unsere Gesundehit im Umgang damit.)

Im Austausch der Ansichten, Meinungen und Auffassungen relativieren wir unsere Ansichten, Meinungen und Auffassungen über die (gemeinsame/soziale/objektive?) „Wirklichkeit“! Diese Ansichten und Auffassungen sind es ja letztendlich, die Reaktionen zur Folge haben könnten, über die wir uns vielleicht Sorgen machen (könnten/ sollten)… Aber wir dürfen – bei aller Skepsis – nicht vergessen, dass die „Totale Überwachungimmer nur so gefährlich für unsere bürgerlichen und persönlichen „Freiheiten“ ist, wie die Paradigmen (und Maximen) der Leute, denen wir die Kompetenzen zur Führung (und Kontrolle?) vergeben
und ausserdem ist auch das Auffassungsvermögen von „Big Brother“ begrenzt („Attention is finite!“)… Das Einzige, wovor ich mich [deshalb] fürchte, ist: dass Bewertungen stattfinden, die auf „gefährliches Halbwissen“ gründen – irreführende Spekulationen, die im Rahmen von unreifen Auffassungen bezüglich Moral, Recht und Gerechtigkeit getroffen werden

:::

Dieses Zitat hab’ ich gerade in einer Doktorarbeit über Konstruktivismus gefunden: PD Dr. phil. habil. Thomas Zoglauer:

Jedes Wahrgenommene setzt etwas Wahrnehmendes, jedes erkannte Objekt setzt ein erkennendes Subjekt voraus.

Klingt eigentlich trivial… wie ich das auffasse(!) bedeutet das: Was wir (vor oder hinter der obskuren „Privatsphäre“) erkennen (und Wissen) können, hängt immer von unserer individuellen Auffassung/ Wahrnehmung, (bzw. der Wirklichkeit) ab, die wir konstruieren. Und diese Wirklichkeit steht mit den sozialen Paradigmen und den moralischen Normen im Zusammenhang, die in unserem (ebenfalls individuellen) Umfeld gelten und (auf uns/ von uns) projiziert werden. _

Was die ominösen „Verschwörer“ angeht:::
Ich glaube, dass irgendwann auch jede „Illuminaten-Gang“ an die Grenzen Ihres Auffassungsvermögens stossen wird…
Außerdem sind die Grenzen der (kybernetischen) Steuerbarkeit eines Systems auch recht bald erreicht.
Die Systemtheorie besagt – sinngemäss: Ein steuerndes System darf dem System, das gesteuert werden soll in Komplexität und Variabilität nicht unterlegen sein…

„Every Good Regulator of a System Must be a Model of that System“ (Ashby)

Der Wunsch nach Kontrolle/ Steuerung und Einflussnahme muss zunächst mal eine rationale Grundlage haben – (oft steht dahinter schon eine soziale oder psychische Störung/ ein [paranoider] Wahn oder eine Neurose). Man muss zudem wissen und erkennen (können), welche „Störung“ für ein soziales System (in welcher Relation) eine faktische Störung darstellt, durch welche Aktionen die eventuelle „Störung“ im System beseitigt werden kann und welche Effekte aus der Einflussnahme/ dem Versuch der Steuerung zu erwarten sind.

Ohne eine rekursive Beobachtung (eine „Kybernetik zweiter Ordnung“) taugt der gesamte Steuerungsapparat sowieso nix;) Der Beobachter eines Systems muss (dazu) ebenso wie das System selbst beschrieben und erklärt werden (können). Die (rekursive) Beobachtung der Beobachtung eliminiert dann sozusagen den (gefährlichen) Begriff einer ‘objektiven’ Realität… (-> Niklas Luhmann) http://de.wikipedia.org/wiki/Beobachtung_zweiter_Ordnung

>> Die politische, soziale, emotionale Neutralisierung des Beobachteten soll eine Gemeinschaft als Wechselwirkung zwischen den Beobachtern schaffen. <<

Uns sollte bewusst werden, dass auch diejenigen Subjekte, die eine (wie auch immer geartete) Form der „Überwachung“, Kontrolle (und Manipulation) auf andere Gruppen und Individuen ausüben wollen, ihre eigenen Normen, Ansichten und Auffassungen (ihre Realität!) an eben den Normen, Ansichten und Auffassungen relativieren müssen/ werden, die in der Öffentlichkeit „gehandelt“ und ‚konsolidiert‘ werden. [Wir alle sind am Prozess dieser Werte-bildung (der Evaluation der Werte) beteiligt!] … wenn wir uns einbringen wollen (können?).

Letztlich müssen wir in jeder soziologischen Betrachtung den Rahmen hinterfragen, in dem wir „Gesellschaft“ definieren und stattfinden lassen: In einem nationalen (oder gar global gefasstem Rahmen) ist „Gesellschaft“ offenbar jetzt schon nicht mehr ausreichend steuerbar…

Weder Politik noch Markt & Wirtschaft kann die aktuellen sozialen/ ökonomischen/ ökologischen Probleme bewältigen… Befriedigende, gerechte und nachhaltige Lösungen finden wir meiner Ansicht nur im (rekursiven) Austausch unserer Meinungen im Rahmen überschaubarer Teilnetze, in denen durch unmittelbare Nähe und souverän gewählte, natürliche, familiäre soziale Bindungen ein Klima der bedingungslosen Solidarität für alle verbundenen Mitglieder aufgebaut und erhalten werden kann.

Überwachung“ spielt dort, wo Solidarität, Nähe und Vertrauen herrscht, keine grosse Rolle mehr.
Selbstregulierende, vernetze soziale Systeme, die Ihre Werte, Ziele, Rechte, Pflichten, Aufgaben und Aktionen im lebendigen Austausch der Öffentlichkeit am Prinzip der „Autopoiesis“ orientieren, sind meiner Ansicht nach, der ideale und optimale Rahmen in dem „Gesellschaft“ funktionieren kann…

Weg von statischen, ideologisch erstarrten und unflexiblen Institutionen und Autoritäten!..
(-> Dezentralisierung und transparente Vernetzung: die Kumulation von Macht und Kompetenzen haben uns zusehends in eine fatale Sackgasse geführt! Wir sind in unserer Identität desorientiert und fehlgeleitet, von hilflosen Bürokratien und aufgesetzen/ künstlichen gesellschaftlichen Rahmensystemen, die einer natürlichen sozialen Integration im Wege stehen… da müssen wir raus!)

Kein „allsehendes Auge“, oben auf der gemauerten „Pyramide der Macht„, sondern offene Augen/ allseitige Transparenz und Kompetenzen für alle Diejenigen, die sich in ihrem jeweiligen sozialen Umfeld anhand ihrer Interessen und Handlungen eine entsprechende Reputation vor ihrer Öffentlichkeit verdient und erarbeitet haben…

Beobachtung darf nicht immer mit Kontrolle assoziiert werden…
(Diese allgemein vorherrschende Assoziation ist für mich nur eine Folge von Korruption und Machtmissbrauch in unserem aktuellen System dürftiger sozialer Arrangements!)

Folgendes sollte uns klar sein:::
Wenn wir die kommunikativen Mittel, die uns durch technologischen Fortschritt erschlossen werden teilweise oder gar in vollem Umfang nutzen wollen, kommen wir nicht umher einzusehen, dass unsere „Privatsphäre“ im Begriff ist sich zugunsten erhöhter Transparenz aufzulösen. Wenn wir zudem verstehen, dass es in jedem Fall einige Leute oder Gruppen geben wird, die sich die technologischen Optionen in vollem Umfang zu nutze machen werden, dann folgt daraus, dass wir anderen einen unfairen Vorteil gestatten, falls wir uns den fraglichen Medien und Kommunikationswegen starrsinnig entziehen oder auf ein Verbot der Nutzung dieser Optionen beharren…
Im Falle eines Verbotes wird der Vorteil für diejenigen nur umso größer, die sich weigern sich an die Verbote zu halten oder aufgrund ihrer Position nicht daran halten müssen.

Es geht schließlich und letztendlich nur um den Umgang mit der Transparenz
Es gibt eine Reihe von offensichtlich verkehrten Motiven der Beobachtung durch Dritte:
Für Personen, die aus selbstsüchtigen Motiven, Triebstörungen oder psychischen Erkrankungen heraus ihre Position als unerkannte Beobachter ausnützen und missbrauchen, um Andere ohne eine konsensfähige Rechtfertigung auszuspähen oder auszuhorchen gibt es in unserem Sprachgebrauch bereits durchaus zutreffende Bezeichnungen: „Lauscher„, „Spanner„, „Gaffer„, „Spitzel„, „Schaulustige„, „Klatschbasen“ und „Lästermäuler“ sollten selbst einsehen, dass man sich durch ein derartiges Verhalten nur selbst stigmatisiert und seine eigene Würde und Achtung vor der Gesellschaft auf’s Spiel setzt!
In der allgemein erhöhten Transparenz wird schließlich auch die Beobachtung der Beobachter einfacher möglich… FEHLVERHALTEN ist dann einfach nur PEINLICH.

Leute, die Andere beobachten, um sich selbst an deren Verhalten zu messen, während sie das Objekt der Beobachtung herabsetzen leiden offenbar an einem ihrerseits gestörtem Selbstwertgefühl. Daher ist Lästerei, das Verbreiten von Gerüchten und Mobbing grundlegend schon auf eine tief greifende soziale und psychische Störung zurückzuführen (nämlich: die Unfähigkeit sich durch vorbildhaftes Verhalten sozial zu integrieren oder durch konstruktive Kritik auf andere einzuwirken, deren Verhalten man evtl. missbilligt!) und sollte auch dementsprechend betrachtet (und behandelt!) werden.

Wir sollten in jedem Fall unsere Motive prüfen, wenn wir einen Dritten beobachten oder bewerten!

Der Zweck der Beobachtung (und der Erkenntnisgewinn daraus) sollte viel eher ein soziales (kollektives/ übersummatives?) Lernen sein… (-> „Emergenz“!)

Es gibt quasi nur zwei Situationen, Bedingungen oder Anlässe, in denen sich die Beobachtung eines Dritten rechtfertigt:

(1) Den aufrichtigen und ehrlichen Willen, vom Objekt der Betrachtung zu lernen bzw. dem Observierten selbst oder (unbeteiligten) Dritten durch Beobachtung Informationen zukommen zu lassen, die einen gewissen erwarteten Lernerfolg zufolge haben. Eigenes oder emergentes/ übersummatives Lernen, Verstehen und Begreifen.

– ODER

(2) Berechtigte, vermittelbare Bedenken, Zweifel oder Ängste bezüglich der Motive dessen, den man der Kontrolle oder der Überwachung aussetzen möchte…
Die Abwehr einer Gefahr für den Beobachter selbst, die Gesellschaft, oder das Objekt der Überwachung.

Falls man davon ausgeht, dass ein berechtigter Hinweis oder Verdacht besteht, dass gesellschaftliche Gruppen oder Einzelne Individuen (-> Gefahrenabwehr), der Beobachter selbst (-> Selbstschutz) oder der Beobachtete (->“Babysitting“) vor einem negativen Einfluss oder einer Gefahr geschützt werden müssen, dann ist das Motiv Furcht/ Angst oder im besten Fall ein Gefühl der Verantwortlichkeit… Der Wunsch nach Schutz/ die Ängste oder Befürchtungen (der Beobachter) müssten aber in diesem Fall auch wieder allgemein nachvollziehbar beschrieben oder vermittelt werden können… Sonst liegt auch hier der Verdacht nahe, dass die Beobachtung (die „Überwachung“) aus unbegründeten Vorurteilen, eventuell sogar aus einem paranoiden Wahn heraus erfolgt.
Der Beobachtete sollte sich eigentlich niemals ausgeliefert fühlen… er ist grundsätzlich nie das „Opfer“ des Beobachters! Vielmehr hat er ständig die Chance den Beobachter durch natürliches, geradliniges, ehrliches und aufrichtiges Verhalten in dessen Motiven zu hinterfragen und gewissermaßen sogar zu fördern und zu erziehen… Der Beobachter stellt sich psychologisch in jedem Fall erst einmal UNTER das Objekt der Beobachtung.
Vor allem, wenn er heimlich beobachtet und im Dunkeln agiert! Das sollte uns bewusst werden. In erster Linie steht zunächst der Sinn und Zweck der Beobachtung (/der Kontrolle) in Frage! Der Beobachter ist derjenige, der seine sozialen Kompetenzen einbüßt, wenn der Zweck seiner Beobachtung sich im Zweifelsfall nicht vor der Öffentlichkeit vermitteln, vertreten oder rechtfertigen lässt.

Wenn es sich um eine gezielte Überwachung handelt, dann rechtfertigt sich diese nur, falls das Objekt der Beobachtung tatsächlich deutlich destruktive Motive zeigt, andere Personen oder sich selbst in Gefahr bringt, wodurch eine Überwachung und Kontrolle schließlich tatsächlich gerechtfertigt werden.

Im Rahmen einer transparenten Gesellschaft sollten Disziplin, Anstand, moralisches/ konstruktives Verhalten und eine positive Motivation jedoch eher völlig selbstverständlich aus dem Wunsch heraus entstehen, den sozialen Horizont, in den man sich (bewusst und entschlossen) integrieren möchte vorbildhaft aufzuwerten…

Die „Belohnung“ oder Kompensation für jeden Beitrag zur Förderung und Aufwertung der sozialen Kreise ist vor den offenen Augen der jeweils erschlossenen/ interessierten Öffentlichkeit eine natürliche Aufbesserung der sozialen Reputation und damit auch ein entsprechender Zugewinn an Kompetenz und Vertrauen im eigenen Netzwerk… – Was sowohl mit einer gewissen sozialen „Besserstellung“ verbunden sein kann, als auch mit einer gewissen sozialen Verantwortung, die man in der erarbeiteten Position zu tragen hat…

Diese untrennbare Verbindung von sozialer Besserstellung und sozialer Verantwortung in Folge der erhöhten Transparenz vor der Öffentlichkeit eines souverän gewählten sozialen Netzwerks ist [meiner Ansicht nach] der Schlüssel zu einer natürlichen sozialen Disziplin
In einem derartigen gesellschaftlichen Rahmensystem entstehen eigentlich völlig natürlich alle notwendigen Mechanismen der gesunden Selbstregulation, die eine Gesellschaft ohne den Druck der Kompetition auf Märkten oder einer autoritären/ institutionell organisierten Obrigkeit stabilisieren und balancieren können. _(._.)/

Ein weiterführender Artikel mit interessanten Meinungen, Ansichten und Kommentaren ist hier zu finden:

http://netzwertig.com/2011/05/10/technik-frisst-privatsphare-zeit-sich-dieser-erkenntnis-zu-stellen/